Der E-Postbrief im Test – Gibt es bei der Post Startschwierigkeiten?

Ich hatte ja bereits über die relativ umständliche Anmeldeprozedur berichtet (siehe hier). Nachdem ich am PostIdent-Verfahren teilgenommen habe kann ich nun endlich selbst den epost Webmailer nutzen.

Positiv ist definitiv die leichte und intuitive Bedienung. Man kann sich auf Anhieb zurechtfinden.
Die Umsetzung der einzelnen Funktionen ist hingegen eher unbefriedigend. Auf meinem Weg zum Versand eines E-Postbriefs, der klassisch zugestellt werden sollte, wurde ich überrollt von Fehlermeldungen und Abbrüchen. Anhänge wurden zerschossen und aus dem Entwurfs-Ordner konnte ich den nochmaligen Versuch des Versands nicht starten. Das bedeutete ich musste die Prozedur ständig wiederholen bis es schließlich geklappt hat.

Wenn man bedenkt, dass ca. 80 Millionen Euro in die Vermarktung des E-Postbriefs gesteckt werden, hätte der Dienst definitiv besser getestet werden sollen.
In anderen Berichten habe ich außerdem gelesen, dass ein Brief, der über epost.de in Auftrag gegeben wurde und klassisch zugestellt werden soll, erst nach 4 Tagen beim Empfänger ankam. Laut Post laufen die Drucker nur an Werktagen, so dass das Aufkommen vom Wochenende unter der Woche abgewickelt werden muss und es daher relativ lange dauert bis der Brief ankommt.
Aber warum laufen die Drucker nur an Werktagen? Wenn man doch so viel Geld in Werbung steckt und das Projekt einen so hohen Stellenwert für die Zukunft der Post hat, sollte man doch versuchen den Kunden gerade am Anfang zufrieden zu stellen.

Wenn ich in die Post-Filiale gehe und einen Brief an einen nationalen Empfänger aufgebe, geht das derzeit sicherlich schneller.

Und so fällt das Fazit meines ersten Tests eher nüchtern aus. Die Idee, Briefe bequem über das Internet zu versenden und rechtsverbindliche E-Mails zu ermöglichen finde ich sehr gut. Insbesondere wenn man sich auf diese Weise den einen oder anderen Behördengang ersparen kann. Allerdings ist die Umsetzung der Idee derzeit inakzeptabel.

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Web.de fällt ebenfalls für einige Zeit aus

Nachdem Googlemail am 1.9.2009 wegen routinemäßigen Wartungsarbeiten ausgefallen war (siehe “Google Mail fällt schon wieder für mehrere Stunden aus!“), hat es nun auch web.de erwischt.  Angeblich ist bzw. war nur ein kleiner Teil der Kundschaft betroffen. Auf status.web.de sprach man von “Problemen beim Zugriff auf FreeMail”. Laut Onlinkosten.de waren 143 000 User von der Störung betroffen. Probleme mit der Datenbank wurden dabei als Grund für den Ausfall angegeben.

Such dir deinen neuen Webmailer aus!

Bei meinem täglichen “Surfgang durch die Blogosphäre” bin ich auf einen wirklich schönen Beitrag gestoßen. Und zwar werden dort die einzelnen E-Mail Dienste anhand von Screenshots beschrieben. Wer also auf der Suche nach einem neuen E-Mail Dienst bzw. einer neuen E-Mail Adresse ist, kann auf der folgenden Seite schon einmal mit der Handhabung und dem Design vertraut werden.

Zur Übersicht der E-Mail Dienste

Premium E-Mail Dienste im Vergleich – Was bekommt man für sein Geld?



Ich selbst zahle für meine E-Mail Adresse, da ich die massive Werbeflut auf Free Mail Diensten als sehr störend empfinde. Außerdem gönne ich mir den Luxus, um weitaus größere E-Mail Anhänge versenden und empfangen zu können. Ein weiterer Vorteil von Premium Diensten, neben diversen Zusatzfunktionen wie Faxversand, ist der telefonische Support. Dieser wird bei manchen Premium Diensten zu humanen Preisen angeboten (meist 14 ct. pro Minute).

Doch es gibt Unterschiede. Zum Beispiel gibt es Anbieter wie Direct Box, die nicht einmal IMAP anbieten. Eine Funktion, die ich standardmäßig schon von einem Free Mail Dienst erwarten würde. A propos Direct Box: Diese schlagen mit 1,99 € pro Minute beim telefonischen Support zu Buche.

Nicht alle Premium E-Mail Dienste stellen einen komplett werbefreien Service zur Verfügung, obwohl viele damit werben. Laut Stiftung Warentest war im Testzeitraum nur Yahoo Mail Plus absolut werbefrei. Arcor Pia Plus überzeugte wenigstens noch mit wenig Werbung. Unterschiede gibt es außerdem bei den jeweiligen Speicherkapazitäten. Für 2,99 € bekommt man bei Freenet Mail Plus und GMX Pro Mail 5 GB Speicher. Google Mail bietet 7,3 GB kostenlos an. Also wenn ich schon für meine E-Mail Adresse zahle, erwarte ich schon unbegrenzten Speicher. Denn ich möchte nicht jedes Jahr neuen Speicher für weitere Gebühren hinzubuchen. Dafür muss man allerdings bei Google Mail mit dem Gefühl leben, dass jemand mitliest.

So viel von mir.
Folgende Übersicht zeigt die Leistungen der einzelnen Premium E-Mail Dienste.

1&1 MailXchange
habe ich nicht in die Betrachtung einbezogen. Dort bekommt man ab 1,49€ im Monat neben der E-Mail Adresse und dem E-Mail Postfach eine eigene .de Domain.
Alle Angaben ohne Gewähr.

Eigenschaften Freenet Mail Plus Freenet Mail Power GMX Pro Mail GMX Top Mail Web.de Club
Preis/Monat 2,99 € 4,99 € 2,99 € 4,99 € 4,99 €
Min.-Vertrags-laufzeit in Monaten 6 6 12 12 12
Speicher 5 GB endlos 5 GB endlos endlos
Frei-SMS/Monat 60 120 50 100 Ja
Mailgröße senden (empfangen)in MB 60 (100) 60 (100) 50 (50) 100 (100) 50 (50)
POP 3 Ja Ja Ja Ja Ja
IMAP Nein Ja Ja Ja Ja
integrierter Messenger Nein Nein Ja Ja Ja
Faxversand/Monat 25 50 0 10 0
Spamschutz Ja Ja Ja Ja Ja
Virenschutz Ja Ja Ja Ja Ja
# E-Mail Adressen inklusive 15 25 13 60 19
Werbefreiheit Fast Fast Nein Nein Nein
Eigenschaften Arcor PIA   Plus Direct Box  Get Direct Box Pro T-Online Premium Mail Yahoo Mail Plus
Preis/Monat 4,99 € 1,99 € 3,99 € 4,99 € 1,25 €
Min.-Vertrags-laufzeit in Monaten 12 1 1 1 12
Speicher 17 GB 3 GB 5 GB 20 GB endlos
Frei-SMS/Monat 50 60 120 50 0
Mailgröße senden (empfangen) in MB 35 (35) 30 (30) 50 (50) 50 (50) 20 (20)
POP 3 Ja Ja Ja Ja Ja
IMAP Ja Nein Nein Ja Nein
integrierter Messenger Nein Nein Nein Ja Ja
Faxversand/Monat 20 10 20 0 0
Spamschutz Ja Ja Ja Ja Ja
Virenschutz Ja Ja Ja Ja Ja
# E-Mail Adressen inklusive 25 10 20 50 0
Werbefreiheit Fast Fast Fast Ja Ja

Wer hat den besten E-Mail Dienst im Land? Ein Vergleich

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Da scheiden sich ja nun seit langem die Geister. Stiftung Warentest hat das ganze mal näher unter die Lupe genommen. Getestet wurden 11 FreeMail Anbieter und 7 kostenpflichtige E-Mail Dienste. Ergebnis: Kein “Sehr gut” und kein “Gut”.

Google Mail schneidet bei den FreeMailern und GMX TopMail bei den kostenpflichtigen E-Mail Diensten am besten ab. Beide jedoch mit einem Gesamturteil “befriedigend”.

Im Allgemeinen sind der Virenschutz, zu kleine Dateianhänge, verwirrende AGBs und die massive Werbeflut Probleme, die je nach Anbieter mal besser oder schlechter ausfallen. Ernüchrternd ist allerdings, dass die besten Dienste dennoch nur “befriedigend” sind.

An alle E-Mail Anbieter bzw. E-Mail Dienste: da ist noch reichlich Optimierungspotenzial!

Wie sich die Freemail Anbieter im Detail unterscheiden zeigt die folgende Tabelle. Wer sich zusätzlichen Spam- und Virenschutz wünscht, dürfte mit Kaspersky Internet Security 2010 die richtige Entscheidung treffen. Hier kann der Werbefilter trainiert werden und es werden somit mit der Zeit immer bessere Ergebnisse erzielt.

Eigenschaften Freenet Web.de GMX Yahoo Google Arcor
Speicher für E-Mails 20 MB 12 MB 1024 MB endlos 7300 MB 50 MB
Frei-SMS/Monat 3 0 0 0 0 3
Mailgröße senden (empfangen)in MB 20 (20) 4 (4) 20 (20) 25 (25) 20 (20) 35 (35)
POP 3 Ja Ja Ja Ja Ja Ja
IMAP Ja Ja Nein Nein Ja Ja
integrierter Messenger Nein Nein Nein Ja Ja Nein
Faxversand Nein Ja Nein Nein Nein Ja
Spamschutz Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Virenschutz Ja Ja Ja Ja Ja Ja
POP3 Abrufe pro Tag endlos 96 1440 endlos endlos 1440
E-Mail Sammeldienst (max. # Accounts) Ja (3) Ja (4) Ja (3) Ja (9) Ja (5) Ja
Eigenschaften AOL Mail T-Online Hotmail Yaho Google Arcor
Speicher für E-Mails endlos 1 GB 5 GB
Frei-SMS/Monat 0 0 0
Mailgröße senden (empfangen)in MB 16 (16) 32 (50) 10 (10)
POP 3 Ja Ja Ja
IMAP Ja Nein Nein
integrierter Messenger Ja Ja (AIM) Ja
Faxversand Nein Nein Nein
Spamschutz Ja Ja Ja
Virenschutz Ja Ja Ja
POP3 Abrufe pro Tag endlos endlos endlos
E-Mail Sammeldienst (max. # Accounts) Nein Ja Ja

Einen Vergleich der kostenpflichtigen E-Mail Dienste finden Sie unter folgendem Link: Vergleich kostenpflichtiger E-Mail Anbieter