United Internet greift die Post im Kerngeschäft an (De-Mail vs. ePost bzw. E-Postbrief)

Nachdem United Internet mit De-Mail bereits der größte Konkurrent des Onlinebriefs der Deutschen Post ist, kommt nun der Hybridbrief auf den Markt.

Als Hybridbriefe bezeichnet man Nachrichten, die online erstellt werden und anschließend über einen Dienstleiter ausgedruckt auf klassische Weise an den Empfänger übermittelt werden.
Diese Dienstleistung wird United Internet laut Medienberichten zeitgleich zum Start des Onlinebriefs (ePost bzw. E-Postbrief) der Deutschen Post im Sommer anbieten. Mit De-Mail wird allerdings erst Ende 2010 zu rechnen sein.

United Internet kooperiert beim Hybridbrief mit Mitgliedern der Mail Alliance, die als Dienstleister die Briefe an den Endkunden bringen sollen und greift somit die Deutsche Post im Briefgeschäft an.
Die Kosten für ein Hybridbrief sollen sich auf 55 Cent belaufen.

Der große Vorteil eines Hybridbriefs liegt in der hohen Reichweite. Denn immerhin haben 30% der Bevölkerung noch keinen Internet-Zugang und können somit weder über Freemail, De-Mail oder Onlinebrief (ePost bzw. E-Postbrief) erreicht werden. Unternehmen sehen sowohl im Hybrid- als auch im Onlinebrief Kostenersparnisse beim Kuvertieren und Druck.

Ob und welche Dienste sich durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Die Deutsche Post soll bereits mehrere Großkunden (ADAC, Deka, etc) für das Projekt „Onlinebrief“ (ePost bzw. E-Postbrief) gewonnen haben. Im Privatkundenbereich ist noch nicht hinlänglich geklärt, ob überhaupt eine große Nachfrage nach Diensten wie De-Mail, Hybridbrief oder auch dem Onlinebrief besteht.
Außerdem läuft die Deutsche Post Gefahr bei zu niedrig angesetzten Preisen, das eigene Kerngeschäft zu kannibalisieren. Zu hohe Preise könnten hingegen auf wenig Resonanz stoßen.
Für De-Mail ergibt sich wiederum das Problem der Vertrauenswürdigkeit, da das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium durchgeführt wird.

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Was schon lange bekannt war, wird nun mit Zahlen belegt:

  • 2009 sank der Gewinn vor Steuern im klassischen Briefgeschäft um 14 %
  • 2010 soll der Gewinnrückgang gar 30 % ausmachen

Die Deutsche Post sieht den Grund in der kontinuierlich steigenden E-Mail – bzw. Online  Kommunikation.
Da trifft es sich ja, dass noch dieses Jahr der Dienst „Brief im Internet“ (alias ePost bzw. E-Postbrief) auf den Markt kommen soll.
Als Konkurrent von De-Mail will die Deutsche Post somit in den Markt der sicheren und rechtsverbindlichen E-Mail einsteigen und so Verluste aus dem Briefgeschäft kompensieren.
Wir sind gespannt!

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Mitte 2010 soll es soweit sein. Dann soll der Dienst “Brief im Internet” der Deutschen Post an den Markt gehen. Gleichzeitig steht jedoch auch das Konkurrenzprodukt “De-Mail” in den Startlöchern. Wie sich die Dienste im Detail unterscheiden wird hier demnächst im Detail dargestellt.

Den aktuellen Stand der Entwicklung entnehmen Sie folgenden Links:

GMX Mail mit Sicherheitslücken

Nach Angaben des Facebug Blog ist man nach dem Login bei GMX Mail nicht geschützt bzw. die Session wird nach dem Login nicht mehr mit SSL verschlüsselt.

Außerdem fand Facebug heraus, dass dies ebenfalls Auswirkungen auf die Kommunikation zwischen ADserver und GMX Plattform hat. Denn diese tauschen möglicherweise unverschlüsselt persönliche Daten aus.

Die Vorwürfe wurden von einem Unternehmenssprecher bestätigt, so golem.de.

Gründe für dieses Vorgehen sind, laut GMX-Sprecher, drastische Performance-Rückgänge, wenn nach dem Login verschlüsselt kommuniziert werden würde. Im gleichen Atemzug sagt der Unternehmenssprecher allerdings, dass diese Performance-Rückgänge beim kostenpflichtigen GMX-Account, bei dem nach dem Login verschlüsselte Kommunikation stattfindet, nicht vorzufinden sind. Komisch!?!

Auch die unverschlüsselte Kommunikation zwischen ADserver und Webmailer wurde seitens GMX bestätigt (siehe golem.de). Allerdings beteuert der Sprecher, dass diese Daten nicht an Werbetreibende weitergegeben werden und bisher noch kein Fall von Datendiebstahl vorliegt.

Solche Sicherheitslücken sind sicherlich auch bei anderen E-Mail Anbietern zu finden. Allerdings sind GMX und web.de wohlmöglich die meist genutzten E-Mail Anbieter in Deutschland. Daher sehe ich diese Vorgehensweise schon als sehr fahrlässig an.